Loslassen und ... neues Leben entdecken

Junger TriebRegenbogenStimmungFockenfeld Herbst 2019

Advent 2021

Advent 2021Wir wünschen eine gesegnete adventliche Zeit.

Wachen und beten wir und öffnen wir uns für Jesus Christus der unser Licht und unser Leben ist!

"Einmal Fockenfelder immer Fockenfelder" - Ehemalige Schüler treffen sich wieder in Fockenfeld

Ehemaligentreffen Oktober 2021

Was ist Wasser?

Vor fünf Jahren begann ich meine Abiturrede mit einem Zitat des US-amerikanischen Literaten und Hochschullehrers David Foster Wallace: „Es schwimmen zwei junge Fische des Weges und treffen zufällig einen älteren Fisch, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: ‚Morgen, Jungs. Wie ist das Wasser?‘ Die zwei jungen Fische schwimmen eine Weile weiter, und schließlich wirft der eine dem anderen einen Blick zu und sagt: ‚Was zum Teufel ist Wasser?‘“

Am letzten Oktoberwochenende 2021 trafen sich Mitschüler meines Abiturjahrgangs und weitere befreundete Ehemalige zum fünfjährigen Abiturjubiläum in Waldsassen. Der Kontakt dieser kleinen Gruppe besteht seit dem Abitur. Fast jährlich konnte ein Treffen stattfinden. Während der Zeit COVID-bedingter Einschränkungen verabredeten wir uns regelmäßig zu Videokonferenzen.

Das diesjährige Wiedersehen in Waldsassen war trotzdem etwas Besonderes, zumal das Treffen nicht nur die ehemaligen Fockenfelder Schüler betraf, sondern aufgrund des Jubiläums auch unsere ehemaligen Lehrer der Abschlussklasse eingeladen wurden. Nach der Anreise der zehn verabredeten Ehemaligen, erfolgte am Samstag, den 30.10., eine Videokonferenz mit Bruder Markus Adelt OSFS, der aufgrund seiner Lehrverpflichtungen am Gymnasium im österreichischen Dachsberg nicht beim Treffen dabei sein konnte.

Für die abendliche Feier beim „Bruischütz“ – dem Gasthof Prinzregent Luitpold – reiste Pater Thomas Mühlberger OSFS eigens aus seiner Wiener Pfarre an. Das Wiedersehen und der damit verbundene Austausch zogen sich bis in die späten Abendstunden hin.

Nach einer kurzen Nacht nahmen die Ehemaligen an der Frühmesse in der Fockenfelder Kapelle teil. Zum Hochfest des Bistumspatrons, des Hl. Wolfgang, stellten sie die Ministranten. Im Anschluss fand ein Frühstück mit unseren ehemaligen Lehrern im Gästehaus St. Joseph in Waldsassen statt. Mit Albert Bauer, Wolfram Wanninger, Josef Siller und seiner Frau Elisabeth wurden bei bester Verköstigung die vergangenen fünf Jahre erörtert.

Die ehemaligen Fockenfelder hatten viel zu berichten. Ihre Studienfächer und Ausbildungen sind breit gefächert: Unter uns befanden sich Studenten und Absolventen des Verwaltungs- und Polizeidienstes, der Archäologie, Biologie, Germanistik, der Gesundheits- und Krankenpflege, der Informatik, Kunstgeschichte, Pädagogik, der Philosophie und der Theologie.

Den Abschluss des Treffens bildete das Mittagessen mit den Patres Benedikt Leitmayr OSFS und Friedhelm Czinczoll OSFS im griechischen Restaurant Alfa. So schloss sich der Kreis des Austausches mit den Lehrkräften.

In meiner Abiturrede vor fünf Jahren interpretierte ich die gemeinsamen Erfahrungen unserer Fockenfelder Jahre, den Glauben, die Freundschaft und den gelebten Humanismus, als „Wasser“ analog der Ausführungen von Foster Wallace. Ovid schrieb in seinen Fasti „tempora mutantur et nos mutamur in illis“ – die Zeiten ändern sich und wir ändern uns in ihnen. Das gilt im besten Sinn auch für uns Ehemalige. Die Freundschaft und eine vom Glauben geprägte, aufgeschlossen-inklusive Lebensweise, möchte ich heute als unser „Wasser“ bezeichnen.

Wolfgang Haas

Dankandacht mit Ensemble Kreuzer

Ensemble KreuzerDer Segen Gottes möge dich umarmen,
Egal, wohin dich deine Wege führn.

Emotional ging es zu in der Hauskapelle in Fockenfeld. Im Rahmen einer liturgischen Andacht sang das Ensemble Kreuzer „Der Segen Gottes“, das es dem früheren Landrat Wolfgang Lippert gewidmet hatte. Dessen Uraufführung war eigentlich schon zum Ausscheiden Lipperts aus dem Amt im geplant, doch die Corona-Pandemie hatte dies verhindert.

Im Beisein zahlreicher Zuhörer konnte das Ensemble um Brigitte Kreuzer die Präsentation des Liedes nachholen, das Dr. Wolfgang Reisinger aus Wien in dessen Auftrag geschrieben hatte. Vor Ort waren neben Wolfgang Lippert, der als großer Freund des Ensembles Kreuzer gilt, auch sein Nachfolger, Landrat Roland Grillmeier, sowie die Bürgermeister der Kommunen, die das Schloss Fockenfeld erwarben.

Werk mit fünf Strophen

Begleitet wurde die liturgische Andacht vom Konnersreuther Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr mit Gebeten und Texten. Das Ensemble Kreuzer mit Leiterin Brigitte Kreuzer an der Spitze gestaltete die Andacht musikalisch. Zu hören waren zunächst die Lieder „Die acht Seligkeiten“, „Der güldne Rosenkranz“, „Panis Angelicus“ und „Ein Danklied sei dem Herrn“, alle von Max Eham geschrieben und komponiert. Den Abschluss und Höhepunkt bildete die Uraufführung des Stücks „Der Segen Gottes“. Das Abschiedslied in fünf Strophen erinnert an ein irisches Segensgebet. „Der Segen Gottes möge dich umarmen, egal wohin dich deine Wege führn. Die Liebe und sein göttliches Erbarmen, sollst du bis in die Zehenspitzen spürn. Der Segen Gottes möge dich umarmen“ – so lautet die erste Strophe des Liedes. Mit dem Segen durch Pater Benedikt Leitmayr und dem gemeinsam gesungenen Schlusslied „Rosenkranzkönigin“ endete die dreiviertelstündige Andacht.

Dank für Unterstützung

Im Anschluss fand noch ein kurzer Empfang statt. „Sie mussten lange auf Ihr Abschiedsständchen warten. Aber gut Ding braucht Weile und heute ist es endlich gelungen“, sagte Brigitte Kreuzer zu Wolfgang Lippert. „Die Musik wird oft als Sprache der Engel bezeichnet“, so Kreuzer weiter. „Und so haben wir Damen des Ensembles versucht, engelsgleich zu singen. Wir haben in dem Lied versucht, mit Gedanken und Wünschen, welche in den irischen Segenswünschen ausgesprochen werden, Ihr Herz und die Herzen aller Anwesenden zu erreichen.“

Brigitte Kreuzer dankte Wolfgang Lippert für die großzügige Unterstützung während seiner Amtszeit als Landrat. „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich die Politik der Kunst zuneigt. Sie waren immer ein interessierter Zuhörer und Förderer unseres Ensembles“, betonte Kreuzer und erinnerte an einige frühere Aussagen von Wolfgang Lippert über das Ensemble („Für mich seid ihr ein musikalisches Aushängeschild“, „Mit eurem Konzert beginnt für mich Weihnachten“). Der frühere Landrat habe dem Ensemble „Wertschätzung pur“ entgegengebracht, so Kreuzer. Sie wünschte sich, dass Wolfgang Lippert das Ensemble Kreuzer auch weiterhin begleiten wird.

Text und Foto: Josef Rosner

Vier Kommunen besichtigen Fockenfeld

Kommunen FockenfeldDie Stadt- und Markträte aus den vier Käuferkommunen trafen sich  vor dem Schloss Fockenfeld
zu einer Besichtigung des Hauses.
Mit dabei (vorne von rechts) Bürgermeister Bernd Sommer, Landrat Roland Grillmeier und Pater Benedikt Leitmayr.

„Meine lieben Schlossherrinnen und Schlossherren“
Vier Käuferkommunen besichtigen Schloss Fockenfeld – Sie entscheiden, wie es mit dem Gebäudekomplex weitergehen soll

Fockenfeld. (jr) „Ich freue mich, so viele Schlossherrinnen und Schlossherren heute vor Ort zu sehen“, so begrüßte Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer die Stadt- und Markträte aus Waldsassen. Mitterteich, Wiesau und Konnersreuth vor dem Schloss in Fockenfeld. Wie bereits berichtet, haben die vier Kommunen gemeinsam die Flächen und die Gebäude des Schlosses und Klosters Fockenfeld erworben. Bevor die vier Kommunen zu einer Entscheidung kommen, wie es mit Fockenfeld weitergehen soll, hatten die Stadt-und Markträte die Möglichkeit das Gebäude von innen zu sehen und zu erleben.

Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer und seine Stadtverwaltung hat die Federführung bei den Beratungen um die Zukunft von Fockenfeld übernommen. Ein ganz besonderer Gruß galt „den guten Seelen des Hauses“, den drei Geistlichen Pater Friedhelm Czinczoll. Pater Benedikt Leitmayr und Pater John Gali, die auch aktuell noch in Fockenfeld wohnen. Sommer nannte es einzigartig, dass vier Kommunen ein Schloss gekauft haben. „Jetzt müssen wir klären, was wir damit machen“,sagte Sommer.
Die landwirtschaftlichen Flächen wurden mittlerweile an die Käuferkommunen prozentual verteilt und werden dort zumeist aus Ausgleichsflächen für die Landwirte verwendet. Bernd Sommer machte deutlich, dass es bezüglich der Weiternutzung des Schlosses noch keinen Zeitplan gibt. Vielmehr sollen Ideen gesammelt werden, wie eine spätere Nutzung aussehen könnte. Sommer kündigte deswegen weitere Treffen an, wo die künftige Nutzung des Schlosses das beherrschende Thema sein wird. Ansprechpartner für die Zukunft von Fockenfeld ist Waldsassens Geschäftsleiter Martin Rosner.
Bernd Sommer erinnerte daran, dass das Schloss Fockenfeld eine große Bedeutung für das Stiftland hat. Dank zollte er den Patres, die im Kloster wohnen bleiben und in der Seelsorge von Konnersreuth, Münchenreuth und Waldsassen eingesetzt werden. Wie lange die Patres noch in Fockenfeld wohnen bleiben, wollten die Oberpfalzmedien wissen? „Solange wie sie wollen“, sagte Bernd Sommer.
Gleichzeitig brachte er Fockenfeld und seine Einrichtungen für Veranstaltungen ins Gespräch. „Wir wollen weiter Leben in Fockenfeld haben“,  sagte Sommer. Landrat Roland Grillmeier dankte den vier Kommunen, dass sie sich der Zukunft von Fockenfeld annehmen und so Verantwortung übernehmen. Der Landrat bestätigte, dass ihm sehr viel an einer  positiven Entwicklung von Fockenfeld gelegen ist und hoffte auf notwendige Investoren. Vorstellen könne er sich eine vielfältige Nutzung, von der Bildung bis zu Senioren- und Jugendeinrichtungen. Bis dahin gilt es noch viele baurechtliche Fragen zu klären.
Nach dem offiziellen Teil wurden die Besucher in drei Gruppen durch das Haus geführt. Für viele Stadt- und Markträte war es das erste Mal, dass sie hinter den Kulissen des Schlosses blicken konnten. Nach der Führung waren die Gäste zu einer Brotzeit vor dem Schloss eingeladen.

Nachprimiz in Fockenfeld

Nachprimiz 1

Nachprimiz 2

RamonBastian

 

Franz von Sales-Fest 2021

Franz von Sales 2021 1
„Wollen das Gotteshaus weiter lebendig halten“

Weihbischof Reinhard Pappenberger zelebrierte am Sonntag zum Franz von Sales-Fest in der Hauskapelle den Festgottesdienst – Erstmals ohne Schüler

Fockenfeld. (jr) 1955 kamen die ersten Schüler an die ehemalige Spätberufenenschule nach Fockenfeld, das später als Bayerns kleinstes Gymnasium bekannt wurde. Jetzt am Sonntag fand das erste Franz von Sales-Fest statt, gefeiert wird das Fest des Ordenspatron, das ohne Schüler gefeiert wurde. Gekommen war der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger, der gemeinsam mit den Patres einen Festgottesdienst feierte. Dabei wünschte der 62-jährige, der selber Schüler in Fockenfeld war, dass auch weiterhin das Gotteshaus lebendig gehalten werden soll. Am 18. September dieses Jahres besucht der Weihbischof erneut Konnersreuth, wenn er den 17. Großen Gebetstag um die Seligsprechung der „Dienerin Gottes“ Therese Neumann anführen wird.

Weihbischof Reinhard Pappenberger war schon um 5.30 Uhr in Regensburg aufgebrochen, um bei den winterlichen Straßenverhältnissen pünktlich um 7.30 Uhr zum Gottesdienstbeginn in Fockenfeld anwesend zu sein. Alle Gottesdienstbesucher waren mit FFP2-Mund- und Nasenschutz gekommen und hielten sich an die Abstände. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Ehepaar Brigitte Kreuzer (Gesang) und Alfred Kreuzer (Orgel) umrahmt. Gleich in seiner Begrüßung erinnerte der Weihbischof daran, dass dies das erste Franz von Sales-Fest ist, das ohne Schüler gefeiert wird. „Dennoch bin ich gerne gekommen, um mit ihnen Gottesdienst zu feiern“, sagte der gebürtige Grafenwöhrer, der einst in Fockenfeld 1979 Abitur machte.

Mit am Altar standen der Konnersreuther Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr, sowie die Patres Friedhelm Czinczoll und John Gali. In seiner Predigt erinnerte an die unendlich vielen Schüler, die einst die Spätberufenenschule besucht haben. „Gemeinsam wollen wir zurückschauen, wie alles in Fockenfeld begann. Es war eine erfüllte Zeit hier“. Der Weihbischof erinnerte daran, dass viele Priester aus der Schule hervorgingen, aber auch viele Mitarbeiter in der Seelsorge und in politischen Ämtern, „aber vor allem gute Menschen“. Die weitere Erinnerung galt den vielen Mitarbeitern des Hauses, den Patres und Schwestern. „Wir wollen auch künftig dieses Gotteshaus lebendig halten“, sagte der Weihbischof, „auch weil wir Christen wissen, dass uns das Reich Gottes nahe ist, weil Gott sich uns zuwendet. Es ist Christus, der uns an sich zieht, der sich unser annimmt“. Der Weihbischof zeigte sich überzeugt, „das Christus uns alle aufnehmen will, in die Fülle seiner Herrlichkeit“. Sichtbar wird dies immer bei der Feier der heiligen Eucharistie. Reinhard Pappenberger rief die Gläubigen auf, jeden Tag neu die Nähe Gottes zu erleben, „dann ist uns das Reich Gottes nahe, bis wir alle erlöst werden“. Mit Ende des Gottesdienstes erinnerte der Gast an die Verstorbenen des Hauses Fockenfeld. Ein besonderes Gedenken galt der erst kürzlich verstorbenen Schwester Rembolda, die einst als Küchenchefin wertvolle Dienste leistete.

Franz von Sales 2021 2

Jahresbericht 2020

Logo Schule 15102016 Kopie KopieLiebe Förderinnen und Förderer von geistlichen Berufen
mit St. Josef Fockenfeld!

Komm, Herr Jesus! Komm, Herr Jesus, und säume nicht! Komm, Herr Jesus, und rette uns! Komm, Herr, und heile uns! Dies sind die Gebetsrufe, die wir jetzt in der Adventzeit täglich beten.  Je näher wir bei Weihnachten sind, umso intensiver bete ich sie. Wir feierten die Geburt des Gottessohnes schon in unserer Kindheit so, dass sie jedes Jahr besonders erlebt wurde. Noch heute begeistern mich die Krippen, sobald ich sie anschaue. Es ist der ewige Sohn Gottes, der Mensch geworden, der bei uns ganz menschlich angekommen und so ganz zu uns gehört. Wir feiern also dieses Ereignis. Doch wir glauben fest: Er kommt immer zu uns, wenn wir ihn voll Vertrauen anrufen.                

Aber jetzt hören wir oft „Komm!“. „Komm!“ rufen viele Menschen: Kranke, Bettliegende, Gesunde, Erwachsene, Kinder. Junge, Alte, Arme, Reiche. Sie alle wollen Besuch, das Kommen anderer. Oft ist dies nur ein stiller und ruhiger, aber doch inniger Ruf.  Der Corona Covid 19 Virus verhindert nämlich den Besuch. Wir finden, wenn wir wollen, zu den anderen und kommen zu ihnen: durch Briefe, Telefonate, Emails und andere digitale Wege. Aber vielleicht bemerken wir auch mit geschlossenen Augen und Ohren, im Traum, im Nachdenken und im Gebet das Kommen   von unseren Lieben, von   unseren geliebten Mitmenschen. Wir fühlen gleichsam ihre Nähe und ihre Umarmung. So fühlen wir manchmal im Gebet auch das Kommen Jesu oder besonders bei der heiligen Kommunion. Jesus hat uns dieses Kommen gleichsam als Testament zugesagt.               

Für unseren Ordenspatron, den heiligen Franz von Sales, war die heilige Kommunion immer Kraft-Quelle für sein Leben mit Gott. Am 24. Januar 2020, 11.00 Uhr war der Festgottesdienst zu seinen Ehren. Unser ehemaliger Schüler, Weihbischof Reinhard Pappenberger, feiert den Gottesdienst mit acht konzelebrierenden Priestern. In der gut besetzten Seminarkapelle würdigt der Weihbischof das Wirken des heiligen Franz von Sales. Er lehrt: „Jeder Mensch hat den Anspruch, heilig zu werden. Machen wir uns deshalb auf den Weg und bleiben ganz nah bei Gott.“ Der Weihbischof erinnert an seine vierjährige Zeit in Fockenfeld von 1975 bis 1979; in der ihm der Ordenspatron ans Herz gewachsen sei.        

Der Corona Covid 19 Virus bewirkte auch in Fockenfeld: sechs Woche keinen Präsenz-Unterricht, Verschiebung der Abitur-Prüfung und der Entlassung der Abiturienten. So war die Nachprimiz in Fockenfeld am 07. Juli 2020 noch in der Schulzeit.

Unser Neupriester von 2020, Dr. P. Abraham Peter Ring, C.O. feiert feierlichen Nach-Primiz-Gottesdienst. In seiner Predigt dankt er der Fockenfelder Gemeinschaft und schildert seinen langen Weg zur Priesterweihe. Die drei anderen Primizianten P. Julian Altmann, P. Bernhard Hirschberger und Andreas Lerch konnten leider nicht mitfeiern.        

Von den sechs Abiturienten wollen drei Theologie studieren, einer davon Priester werden. Am 18. Juli 2020 werden sie und alle Lehrpersonen verabschiedet. Die große Dank- und Abschiedsfeier, die für den 25. April 2020 geplant war, musste abgesagt werden. Eine relativ kleine und festliche wird gefeiert. Im festlichen Gottesdienst dankt Weihbischof Reinhard Pappenberger, auch Schüler von Fockenfeld, den Abiturienten für die Einladung. In seiner Predigt wies er auf die Fenster in der Seminar-Kapelle hin:  Christus, der Sämann des Wortes, das in uns Christen Furcht der Liebe bringen soll, und auf Abraham und Moses, die im Gottvertrauen scheinbar Unmögliches schafften. Die Abschiedsfeier findet im Festsaal des Schlosses statt. Die Musik dazu liefert Georg Friedrich Händel. Sie wird dargeboten von: unseren Musiklehrerinnen Frau Barbara Ernst und Frau Brigitte Kreuzer und den Schülern Simon Doering und Raphael Steinhofer.

P. Friedhelm Czinczoll begrüßt alle Besucher. Landrat Roland Grillmeier erinnert an 65 Jahre Schule in Fockenfeld und wünscht ihm eine „gute Zukunft“. Bürgermeister Max Bindl meint: „Wir feiern heute den Abschluss im wahrsten Sinne des Wortes: 65 Jahre Spätberufenenschule.“ Ebenso wie die Politiker gratuliert den Abiturienten. Seminarleiter Bruder Markus Adelt: „Ich wünsche euch viel Mut und Hoffnung zum neuen Lebensabschnitt.“ Für die Schüler dankt Raphael Steinhofer: „Wir jungen Männer, die aus ganz Deutschland gekommen sind, wuchsen zusammen zu einer echten Gemeinschaft.“            

P. Friedhelm Czinczoll dankt allen anwesenden Lehrpersonen in der Reihenfolge ihrer Dienstjahre, seinen Mitbrüdern P. Benedikt Leitmayr und Bruder Markus Adelt, dann sich selbst für 47 Dienstjahre. Er gratuliert den Abiturienten. In seiner Rede betont er: Ihr Abiturienten habt Vornamen aus Hebräisch, Griechisch und Latein, die auf Gott hinweisen, und passt so in ein christliches humanistisches Gymnasium. „Vertraut weiter auf Gott!“                                                                                                     

Der Schulunterricht in Fockenfeld ist vorbei. Doch unser Wunsch ist: Es sei und bleibe ein Ort des Glaubens und der Förderung von geistlichen Berufen!

Herzlichen Dank für Ihre vielen Spenden! Ein gnadenreiches Weihnachten und Gottes reichen Segen für das neue Jahr, das Jahr 2021!

Im Namen der Fockenfelder Hausgemeinschaft,

P. Benedikt Leitmayr OSFS                                  

Schwester Rembolda verstorben

Rembolda

Sr. M. Rembolda ist am Freitagabend, 04. Dezember verstorben.

Sr. M. Rembolda war von 1960 – 2016 in Fockenfeld tätig!
Sie leitete jahrzehntelang die Küche, machte den Blumenschmuck in der Kapelle, pflegte die Lourdesgrotte und vieles mehr.
Erwähnenswert ist auf jeden Fall auch ihr beharrliches Gebet um geistliche Berufe.

Die Beerdigung ist am kommenden Dienstag um 13.30 Uhr in Mallerdorf.

Coronabedingt können nur wenige daran teilnehmen.

Wir verdanken ja den Mallersdorfer Schwestern sehr vieles, wofür nur immer weider ein herzliches Vergelt's Gott sagen können!.

Der Herr möge ihr reichlich vergelten,
was sie in der Spätberufenenschule und in Seminar und in der Hausgemeinschaft gewirkt hat.
Er schenke jetzt den ewigen Frieden!

Nachprimiz in Fockenfeld am 22.7.2019

In der gut gefüllten Fockenfelder Kapelle feierte unser ehemaliger Schüler Lucas Lobmeier mit uns Nachprimiz.
Wir danken unserem Gott für seine Berufung und freuen uns, dass wir ihn auf diesem Weg begleiten durften.

Nachprimiz 20191 KopieNachprimiz 20192Nachprimiz 20193Nachprimiz 20195Nachprimiz 20196Nachprimiz 20197Nachprimiz 20198

Nachprimiz 20194Liebe Schwestern und Brüder,

stellen sie sich folgendes einmal vor:

  • sie wären ohne Beine, die sie heute zur Kirche gebracht haben
  • ihnen würden die Arme fehlen, mit denen sie noch eben nach dem Gotteslob gegriffen und darin geblättert haben

Nicht wenige Menschen müssen mit dieser Einschränkung leben, manche sogar von Geburt an. Einer dieser Menschen ist Nick [Wu-ji-tschitsch], der vor mehr als dreißig Jahren in Australien ohne Arme und Beine zur Welt kam.

„Was hat Gott sich dabei nur gedacht?“ war die erste Reaktion seiner Eltern, die, im Glauben stark verwurzelt, es nicht fassen konnten.

Kann ein Leben mit solchen Einschränkungen sinnvoll und erfüllend sein? Diese Frage stellte sich Nick bereits in jungen Jahren. Schon bald begab er sich auf die Suche nach dem Sinn, nach dem Plan Gottes für sein Leben.

Auch Maria Magdalen war sich sicher, den Plan für ihr Leben gefunden zu haben. Seit dieser Begegnung mit Jesus hast sich ihr Leben verändert. Bekam es eine neue Richtung, einen neuen Sinn. Und plötzlich das. Mit seinem Tod schien auf einmal alles aus. Sie fühlte sich wie in einer Sackgasse gefangen, ohne jede Wendemöglichkeit.

Wie oft geht’s es einem selbst so? Die gemachten Pläne gehen nicht auf, werden durchkreuzt. Wenn die Dinge eben nicht so laufen, wie man sich das selbst vorgestellt hat.

In solchen Momenten dürfen Traurigkeit und Frustration ruhig ihren Platz haben. Aber der Mensch darf sich von ihnen nicht gefangen nehmen. Es gilt weiter offen zu bleiben. Hinzuhören auf den Ruf Gottes. Bereit zu sein für das ganz eigene, persönliche Osterereignis.

Gott wendet durch kleine Gesten und Worte unseren Blick um. Hebt den gesenkten Kopf wieder an. Lässt uns eine neue Perspektive auf die Dinge einnehmen.

Eine neue Perspektive und ein neuer Plan im Leben von vielen jungen und vielleicht nicht mehr ganz so jungen Männern, war und ist die Spätberufenenschule St. Josef. In den vergangenen Jahrzehnten ihres Bestehens wurde sie zum Weg, nicht nur für zahlreiche Priester- und Ordensberufungen, sondern vor allem für Menschen, die ihren Glauben leben und so Zeuginnen und Zeugen der Osterbotschaft wurden. Ich sage auch bewusst „Zeuginnen“, denn es sind nicht nur die Schüler, die dieses Haus prägte. Gleiches gilt wohl für alle, die hier tätig waren und noch sind. Ebenso für die vielen Besucherinnen und Besucher der Gottesdienste, Feste und Veranstaltungen.

Fockenfeld hat viele Menschen begleitet, geprägt, verändert und vor allem einen neuen Lebensweg aufgezeigt. Zumindest kann man dies immer wieder in Gesprächen mit Ehemaligen heraushören.

Mit der Zeit hat sich einiges verändert. Auch für die Schule und das Haus bricht nun langsam die entscheidende Zeit an. Ein neuer Wegabschnitt.

„Wir wissen, dass Gott, bei denen die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind.“ (Röm 8,28)

Dieser Vers aus dem Römerbrief begleitet mich schon seit vielen Jahren.

Ich denke, er passt gut in das Leben eines jeden von uns. Genauso wie in das Leben und die Zukunft von Fockenfeld.

Sich nicht entmutigen zu lassen, Hürden in Angriff zu nehmen und darauf vertrauen, dass Gott mit einem jeden von uns Großes vorhat. Ganz egal wie klein, unbedeutend oder hilflos wir uns manchmal fühlen.

Nick [Wu-ji-tschitsch] hat seinen Platz im Leben gefunden. Seit einigen Jahren reist er an die verschiedensten Orte der Welt für Vorträge und Veranstaltungen, um den Menschen Mut zu machen nie auf zu geben, egal wie aussichtslos die Lage scheint. Er engagiert sich für verschiedene Hilfsorganisationen und bringt den Menschen eine Botschaft, die er selbst im Leben erfahren durfte: Wenn kein Wunder passiert, sei selbst eins!

Oft genügt schon ein kleiner Schritt, ein winziger Funke, um eine Kettenreaktion auszulösen, die vieles verändern kann.

Vertrauen wir darauf, dass Gott alle Lebenswege mit uns geht, in den sonnigen und den schweren Stunden. Er hat uns zu etwas Großem berufen, lassen wir uns darauf ein und begeben wir uns Tag für Tag neu auf die Suche danach.

„Wenn kein Wunder passiert, sei selber eins!“

Amen.

Abiturfeier 2019

Abitur 2019
Mit einem Festgottesdienst und einem Festakt haben wir unsere Abiturienten
feierlich aus unserer Schule und unserem Seminar verabschiedet.

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Do, 06.01.2022 | 07:30 Uhr
Festmesse mit Segnung der Dreikönigsgaben

Kontakt

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P. Benedikt Leitmayr osfs
Fockenfeld 1
95692 Konnersreuth

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