St. Josef Fockenfeld

Katholische Privatschule mit Seminar

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Sales-Oblaten

Die Sales-Oblaten

Sales Oblaten

Wie kamen wir Oblaten des hl. Franz von Sales nach Fockenfeld?

 

Durch die tatkräftige Hilfe der stigmatisierten THERESE NEUMANN (1898 - 1962) konnten wir Oblaten des heiligen Franz von Sales im Jahre 1951 Fockenfeld erwerben.

Fockenfeld war bis zur Säkularisation (1803) Sommersitz der Zisterzienseräbte von Waldsassen.

Wir Oblaten haben Fockenfeld von 1951 - 1955 zu einer Spätberufenenschule mit Seminar ausgebaut.
Aus dieser Schule, die bereits nach dem Krieg in Eichstätt angefangen wurde, gingen bisher etwa 360 Priester und viele aktive Laien im kirchlichen Dienst hervor.


Priester - und Ordensberufe waren stets ein besonderes Anliegen der Resl. So wird sicherlich für jeden verständlich, warum Therese Neumann soviel Engagement für die Errichtung einer Spätberufenenschule in Fockenfeld entwickelte.
Wir Oblaten sind heute noch dafür dankbar.  

lackner

Unser P. Paul Lackner hat als Provinzial 1951 mit Hilfe der Resl Fockenfeld für uns erworben.
Am Palmsonntag, 24.03.2013, hat P. Lackner im 104. Lebensjahr sein Leben im Kloster Mallersdorf
in die Hände Gottes zurückgelegt.

 

 

 

 

 

Br Gabriel
Bruder Gabriel, einer der Fockenfeld-Pioniere, bei der Feier seines 60-jährigen Professjubiläums.
Am 27. März 2003 hat Gott seinen treuen Diener zu sich heimgeholt

 

 

 

 

 

Es war ein Freitag, der 28. März 1951, in aller Frühe.  Br. Gabriel war im 45. Lebensjahr. Vor 60J Jahren ist es gewesen.
Am Vortag war schon alles hergerichtet worden. Ein kleiner landwirtschaftlicher Wagen war beladen mit allem, was man braucht: Eine gut erhaltene alte Couch, Bet-Stühle, die viel benutzt waren und noch weiter benutzt werden sollten, der "Hochaltar" aus der kleinen Hauskapelle des gepachteten Klosterhofes in Oberemmendorf (jetzt Ortsteil von Kipfenberg im Altmühltal). Am Morgen um halb fünf Uhr mussten nur noch die Fahrer Br. Gabriel, Br. Theodul und ein Passagier, der Hüter des Hofes, ein Pudel mit langen Haaren, der auf den Namen Rex hört, auf den Wagen aufsteigen. Dann ging es los auf eine lange Fahrt mit dem Bulldog nach Fockenfeld.

Um 5.00 Uhr war man schon in Irlahüll und auf der Autobahn. Natürlich geht das heute nicht mehr. Die Notauffahrt, eine vom Krieg her noch gesprengte Unterführung durch die Autobahn, gibt es nicht mehr. Aber damals war es noch möglich und erlaubt, mit allem, was nur einen Motor hatte, auch einem Fahrrad mit Hilfsmotor, auf der Autobahn zu fahren. Sie war ja fast leer. Also ging das auch mit einem Traktor mit Anhänger mit Holzfelgen und Vollgummireifen. Hausrat, Brennholz usw. waren schon vorher in einen Waggon der Bahn verladen worden.

All zuviel belastete den kleinen Track nicht. Aber mit 20 Stundenkilometer Höchst­geschwindigkeit über 200 km vor sich zu haben ist schon etwas. Man fuhr also den Kindinger Berg ins Altmühltal hinunter und war ganz zuversichtlich.
Es war kalt, aber trocken auf der ganzen Fahrt. Langsam kam auch die Sonne über den Horizont und versuchte Wärme zu spenden. Nach zehn Stunden war das Gefährt immerhin schon in Bad Berneck und man konnte die Autobahn verlassen. Die ganze Strecke ohne Rast, ohne Wirtshaus, das geht nur, wenn sich die Fahrer abwechseln können und zwischendurch auf der Couch - sie war ja dabei - sich ausruhen können, dort den Rex streicheln und sich stärken. Tanken konnte man natürlich damals auf der Autobahn auch noch nicht. Auf der ganzen Strecke gab es keine Tankstelle. Aber einige Kanister Diesel waren an Bord. So gab's auch damit kein Problem. Es war auch alles ganz einfach.

Der Fahrer hatte ja eine Liste der Orte, die anzufahren waren: Kinding, Greding, Nürnberg, Bad Berneck, dort die Autobahn verlassen und die Fichtelgebirgsstraße B 303 nach Marktredwitz, dann die B 15 nach Mitterteich. Alles war auch auf einer Wegskizze genau eingezeichnet.
Und bei Mitterteich ist Fockenfeld. Aber wo? Also muss man jetzt besonders die Wegweiser beachten.

So stieg Br. Gabriel auf die Ackerschiene am Traktor. Dies ist auch heute noch eine Verletzung der Straßenverkehrsordnung und fällt der Polizei auf. Überhaupt dieses Gefährt, hochbeladen mit ganz ungewöhnlichem Zeug, gehört nicht in die Gegend. Das amtliche Kennzeichen auch nicht: Landkreis Eichstätt und rote Nummer. Da muss man doch nachfragen. Und überhaupt: Auf der Ackerschiene stehen! Das geht nicht. Doch die Polizei hatte ein Einsehen. Sie verstand die Situation. Nach genauem Nachfragen und der ernsten Ermahnung, den Traktor sofort umzumelden, erklärte sie den Weg ganz genau.
Richtung Waldsassen Mitterteich verlassen, dann gleich bei der Tankstelle links abbiegen Richtung Konnersreuth, durch eine kleine Ortschaft, Rosenbühl, und dann bei einer Pappelallee rechts abbiegen. „Dann seid ihr in Fockenfeld." Ohne diese Hilfe wäre die Fahrt sicher kurz vor dem Ziel noch über einen Umweg verlaufen. So konnte sie richtig weitergehen und glücklich vollendet werden.

Um 6 Uhr abends war man glücklich angekommen und wurde freudig begrüßt. P. Riedl, Br. Wilfried und Br. Ernst waren ja schon tags zuvor mit dem VW angekommen. Und besonders freut sich Br. Gabriel heute noch über die gute langjährige Zusammenarbeit mit Karl Kühnl, dem Schaffer der Landwirtschaft Fockenfeld, der schon einige Jahre hier gearbeitet hatte und alles genau kannte. Er wusste überall Bescheid, der Schaffer. Am nächsten Tag, Samstag, wurde der Eisenbahnwaggon in Mitterteich entladen.

Dann war man am Sonntag, es war "Weißer Sonntag", bei Pfarrer Naber in Konnersreuth zum Mittagessen eingeladen. Es muss sehr schön und gut gewesen sein, in der Erinnerung von Br. Gabriel ist es positiv vermerkt.

Nun begann die Arbeit in der Landwirtschaft. Es war schon Zeit, höchste Zeit, die Felder zu bestellen, schon der erste April. Doch Montag, Dienstag, Mittwoch galt es am Morgen zuerst die hl. Messe in Konnersreuth zu besuchen. "Wenn ihr alle Tag nach Konnersreuth lauft, na kumma mir da net weiter." war der Kommentar des "Schaffers". Die erste Ernte in Fockenfeld wurde den­noch sehr gut. Am Donnerstag, dem 4. April 1951, war ja die kleine Kapelle in Fockenfeld eingerichtet. Damit war auch dieses Problem gelöst und ein geordneter Tages­ablauf in Kloster und Landwirtschaft möglich.
Br. Gabriel war mit 96 Jahren immer noch aktiv. Er findet noch genug Arbeit in unserem Haus. Bis die ersten Klassenzimmer, Schlafsäle und die Küche gebaut war, hat es noch vier Jahre gedauert, doch das ist eine andere Geschichte.
Pater Benedikt Leitmayr OSFS

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